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Was ein Welpe braucht


Ich möchte hier das Rad nicht neu erfinden, sondern nur meine über die Jahre gesammelten Erfahrungen weiter geben.

Ein Welpe braucht:
1. Viel Zuneigung und Liebe
2. Geduld und Erziehung
3. Sozialen Kontakt zu anderen Hunden
4. Gutes Futter
(mit Extra-Seite zu BARF)
5. Schlafplatz
6. Spielzeug



Punkt 1: Viel Zuneigung und Liebe
Liebe und Zuneigung sind die Grundmauern einer gute Beziehung und fördern das Vertrauen. Beim kuscheln erfährt der Welpe Wohlbefinden und Sicherheit.
Ausserdem ersetzt es, vor allem am Anfang, das Kontaktliegen dass er vorher bei den Geschwistern und der Mutter hatte.
Ein Hund der zu Ihnen Vertrauen hat, wird in einer Notsituation, immer zu Ihnen kommen und Schutz suchen, anstatt Kopflos weg zu rennen….denn es könnte ja eine Strasse in der Nähe sein.

Punkt 2: Geduld und Erziehung
Ein Welpe muss sehr viel lernen. Wiederholungen sind das A und O.
Das Gehirn eines Welpen ist wie ein leeres Glas, dass wir füllen müssen. Wiederholungen lassen das Glas langsam voll werden. Wiederholungen sind ein Befehl/Wort oder eine Gestik. Eine Gestik verstärkt das Wort oder den Befehl.
Ein Welpe kann noch nicht so viel auf einmal verarbeiten und ist schnell überfordert. Ein überforderter Welpe kann nichts abspeichern! Ebenso ein müder Welpe.
Machen Sie lieber 2 oder 3 mal am Tag verschiedene Übungen und nur dann, wenn er wach ist und genügend geschlafen hat.
Schlaf ist bei einem Welpen sehr wichtig! Ein Hund der im Welpenalter zu wenig Schlaf bekommen hat, wird im Erwachsenenalter viel nervöser sein.

Geduld ist eine Tugend, die bei der Welpen/Hundeerziehung am wichtigsten ist, aber auch am schwersten!

Oft klagen Leute, dass sie gerade eben draussen waren und der Welpe dann doch in die Wohnung gemacht hat:
Gehen Sie mit ihrem noch jungen Welpen nicht Spazieren, sondern fahren Sie an einen Ort, wo Sie ihn gefahrlos von der Leine nehmen können und er sich dann frei mit der Umwelt beschäftigen kann, ohne immer hinter Ihnen her rennen zu müssen. Dann hat er auch Zeit dran zu denken, dass er ja sein Geschäft verrichten muss.


Punkt 3: Sozialen Kontakt zu anderen Hunden
Ein Welpe muss nicht nur die Umwelt kennen lernen, sondern auch den Umgang mit Artgenossen. Lernt er das nicht von klein auf, wird man sein ganzes Leben Probleme haben, bei der Begegnung mit anderen Hunden.
Deshalb ist es sehr wichtig, dass man eine Welpenschule besucht, wo er vorallem auch andere Rassen kennen lernt.
Beim spielen mit Gleichaltrigen lernt er, wie weit er gehen darf. Denn auch spielen muss gelernt sein! Zu grobes Spielen muss gestoppt werden.
Der beste Lehrmeister für einen Welpen, ist ein bereits erwachsener Hund! Dieser sollte allerdings den Umgang mit Welpen gewöhnt sein und man sollte ihn auch unbedingt ganz genau kennen und wissen, dass er dem Welpen keinen physischen oder psychischen Schaden zufügt, wenns ihm zuviel wird!

Punkt 4: Gutes Futter
Über das richtige Futter, könnte ich hier mehrere Seiten füllen. Deshalb werde ich mich kurz fassen.
Es gibt unzählige Futtersorten (Trockenfutter) auf dem Markt…die einen gut, die anderen weniger gut.
Dann gibt es noch BARF...Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung
Von was ich sicher Abstand halten würde, ist Dosenfutter!

Der Hund ist ein Allesfresser, mit Schwerpunkt auf Fleisch. Deshalb sollte das Futter hauptsächlich aus Fleisch hergestellt worden sein und NICHT aus
Getreide und Getreidenebenprodukte oder Fleisch und Fleischnebenprodukte.
Trockenfutter ist einfach in der Handhabung und ist voll Vitaminisiert. Achten Sie darauf, dass es ein Premiumfutter ist und ohne künstliche Konservierungsmittel, Farb- oder Geschmacksstoffe ist.

Lassen Sie sich nicht von hohen Eiweissgehalten verunsichern!
Denn stammt dieses Eiweiss von hochwertigem Fleisch oder Fisch, so belastet es den Organismus nicht!

Was Ihr Hund schlussendlich am besten verträgt, müssen Sie selber rausfinden.
Anzeichen für ein NICHT vertragen sind:
- Schuppen
- Juckreiz
- Durchfall
- Erbrechen
- Glanzloses Fell
- Vermehrter Haarausfall

Unsere Hunde werden seit Mai 2013 "gebarft". Vorher bekamen sie Trockenfutter und püriertes Obst und Gemüse.

Es gibt im Interent sehr gute Seiten, wo man sich über BARF informieren kann.
HIER habe ich einen kleinen Überblick zu BARF und was ich füttere

Punkt 5: Schlafplatz
Ein Hund, und vorallem eine engl. Bulldog, sucht immer die Nähe seiner Leute, und will auch bei Ihnen schlafen.
Stellen Sie das Bettchen für Ihren Hund deshalb im Schlafzimmer auf, am besten neben dem Bett. Der Hund wird ruhiger schlafen und vorallem kann er Sie wecken, wenn er mal raus muss.
Gerade am Anfang ist es für das kleine Würmchen schwer, ohne irgendwelchen Kontakt zu schlafen, da seine Geschwister ja nicht mehr da sind.
Ob Sie Ihren Hund in Ihrem Bett schlafen lassen wollen, ist Ihnen überlassen.
Die Meinung, dass ein Hund der im selben Bett schläft wie wir, keinen Respekt vor uns hat und es früher oder später zu einem Dominanzproblem werden kann, ist veraltet und längst überholt. Da spielen noch ganz andere Faktoren mit, wenn ein Hund die Alpharolle übernehmen will, oder bereits hat.
Das selbe gilt auch in der Stube für die Couch.

Punkt 6: Spielzeug
Ein Hund braucht Sachen, mit denen er spielen darf und die er auch kaputt machen darf. Es ist für einen Hund sehr befriedigend, wenn er an was rumkauen kann, oder ganz stolz durch die Gegend tragen kann.
Geben Sie Ihrem Hund verschiedene Spielsachen. Achten Sie aber drauf, dass wenn er diese kaputt macht, er sie nicht frisst/schluckt. Geben Sie ihm nicht zu kleine Sachen, die er sofort schlucken könnte.
Lernen Sie ihrem Hund von Anfang an, dass er Ihnen sein Spielzeug geben muss, wenn Sie es verlangen.
Beispiel: Ihr Hund ist mit einem Spielzeug am spielen. Gehen Sie hin, nehmen Sie es ihm mit dem Wort AUS aus dem Maul, warten Sie 3-4 Sek. und geben es ihm wieder mit dem Wort FEIN. So lernt er, dass wenn Sie ihm was wegnehmen, Sie es ihm aber auch gleich wieder geben.
Das ist gleichzeitig eine sehr gute Übung, wenn es mal zu einem Notfall kommen würde, zb. wenn er beim Spaziergang was gefunden hat und fressen möchte.